
03 Nov. Futtern für die Kiju
… der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Söven machte es möglich. Hunderte Reibekuchen verkauften die Einsatzkräfte bei ihrem zweiten „Rievkooche-Essen“ am Feuerwehrgerätehaus. 400 Kilogramm Kartoffeln und gut 40 Kilogramm Zwiebeln schälten und schippelten sie. Muskatnuss und Haferflocken gehören zu ihrem Rezept, nebst Eiern, Pfeffer, Salz und ein bisschen Mehl. Die eigens angerührte Mischung buken sie in feinem Öl aus. Das Besondere: Die großen Pfannen, in denen der Teig goldbraun ausbriet, standen in einem ausrangierten Bus der RSVG.
Den hatten die Sövener zu Übungszwecken von der Rhein-Sieg Verkehrsgesellschaft zu Übungszwecken überlassen bekommen. Und sie nutzten ihn für die große Brutzelaktion. Hunderte Menschen, Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, befreundete Vereine, Bürgerinnen und Bürger aus Hennef und der Nachbarschaft machten sich auf den Weg, um sich fürs Sonntagessen einzudecken. Einige nahmen die Rievkooche mit nach Hause, die weitaus meisten aber nutzten die Gelegenheit, in der ausgeräumten Halle an Bier- oder Stehtischen beisammen zu sein. Bezahlen musste niemand, Spenden jedoch waren erwünscht. Und die flossen reichlich, fast ausschließlich in Scheinform, in den bereit gestellten Feuerlöscher, der als Spendenbox diente.
Über den größten Batzen vom Erlös konnte sich die Kinder- und Jugendstiftung Hennef freuen. Denn für sie wurde das Spektakel organisiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 555 Euro für die Kinder unserer Stadt. „Ja, super Aktion hier“, freute sich Andrea Hoppen-Weiss, Stiftungsvorsitzende nach dem Genuss der Leckerbissen, „Hunderte von Menschen reißen sich hier um Hunderte von absolut sensationellen Reibekuchen.“
Die Idee stammte von Matthias Moore, Leiter der Löscheinheit Söven der Freiwilligen Feuerwehr Hennef. Die erste Auflage gab es 2025. Ein Landwirt aus Wippenhohn hatte eine ausgesprochen gute Kartoffelernte, so viel, dass er sie gar nicht los werden konnte und sie eigentlich unterpflügen wollte.
Moore hörte davon und schmiss seinen Ideengenerator an. Heraus kam die erste Rievkooche-Sause zu Gunsten des Bauern. Bei der zweiten Auflage entschied er sich mit seinen Kameraden dafür, einen Teilerlös für die Kinder- und Jugendstiftung zu spenden – Futtern für die Kiju also!
(Text und Fotos: R. Rohrmoser von Glasow)




