Lesen ist schön!

... und Vorlesen noch viel schöner!

Lesen ist nicht nur eine wichtige Grundlage für erfolgreiches Lernen, sondern das Vorlesen stärkt das Selbstbewusstsein und die emotionale Entwicklung unserer Kinder. Gerade in einer Welt, in der Kinder immer mehr den medialen Reizen ausgesetzt sind und wenige Möglichkeiten haben, ihre eigene Fantasie zu entfalten, bietet das Vorlesen einen wunderbaren Einstieg in die eigene Fantasiewelt.

Aber nicht nur die Kinder profitieren von den Vorlesestunden.
Auch Ihnen wird es Freude bereiten, Ihre eigene Fantasie, z.B. bei der Gestaltung einer Vorlesstunde zu beflügeln. Sie können selbst mit den Kindern neue Dinge entdecken, z.B. einen eigenen Schluss für die Geschichte erfinden oder sie selbst fortsetzen. Entdecken Sie die Freude am Vorlesen und lassen Sie sich von der Neugier und der Fantasie der Kinder anstecken.

Die Kinder- und Jugendstiftung Hennef hat in Kooperation mit der Stiftung Lesen ein Lesepatenprojekt initiiert. Inzwischen wird in immer mehr Kindertageseinrichtungen vorgelesen. Gesucht werden weiterhin Lesepaten, die Hennefer Kindern gerne vorlesen. In regelmäßigen Abständen veranstalten wir Seminare für unsere Lesepaten.
Wenn Sie sich für dieses Projekt interessieren, dann erfahren Sie auf den nächsten Seiten, wie Sie Lese- oder Buchpate werden, wo man Bücher ausleihen kann, Termine, wann und wo Lesepatentreffen sind... kurz: alles Wissenswerte über unser Projekt. 

Wir freuen uns auf Sie!

 

KiJuHu, das Maskottchen des Lesepatenprojekts der KiJu Hennef
Lesepaten-Projektkoordinatorin Andrea Hoppen-Weiss
Bei Interesse und für nähere Auskünfte steht Ihnen unsere Projekt-Koordinatorin Andrea Hoppen-Weiss gerne zur Verfügung:

a.hoppen-weiss(at)kiju-hennef.de
Lesepaten der KiJu Hennef

Lesepaten der KiJu Hennef

Lesepaten der KiJu Hennef

Lesepaten der KiJu Hennef
Fotos: E. Grünig

Erfahrungsberichte

Haben Ihnen Großeltern, ältere Geschwister oder Eltern früher vorgelesen? 

Für mich war es als Kind unverzichtbar an jedem Abend. In vielen Familien fehlt dieses Ritual.

Heute gehe ich einmal wöchentlich für eine Stunde in den Kindergarten zum Vorlesen, zwei Gruppen mit sechs Kindern jeweils eine halbe Stunde. Schon wenn mich die Ersten ankommen sehen, wird mein Name gerufen, einige Kinder sitzen schon ungeduldig im Leseraum. "Welche Bücher hast Du heute dabei? Hast Du das Zauberbuch mit?" Fragen stürmen auf mich ein, Neuigkeiten werden erzählt und dann geht's los.

Erst einmal das Buch anfassen. Wer einmal erlebt hat, mit welcher Begeisterung die Kinder ein Buch im wörtlichen Sinne 'begreifen', macht sich keine Sorgen mehr um die Zukunft des Buchs in klassischer Form. Mit dem Erlebnis des Seiten Umblätterns hält kein E-Book mit.
Die Geschichten werden kommentiert, Begeisterung oder Langeweile eindeutig gezeigt und wenn alle Schmetterlinge oder Tiere auf den Bildern gezählt sind, geht es weiter. Nach drei oder vier Büchern, je nach Länge, ist die erste halbe Stunde vorbei und die nächsten sechs Kinder stürmen den Raum. Wieder Fragen, Neuigkeiten und dann Vorlesen. Jede Vorlesestunde hat den gleichen Ablauf. Unser Ritual!
Geschichten und Illustrationen wieder wie damals durch die Augen eines Kindes zu betrachten, ist wie ein Blick in eine vertraute und doch wieder neue Welt. Die Freude, die die Kindern unverfälscht zeigen, kommt unendlich zu einem selbst zurück. Wir bringen uns gemeinsam zum Lachen und Phantasieren.
Und zum Zuhören. Gegenseitig.
Denn diese Fähigkeit ist leider immer seltener vorhanden. Wenn man es aber geschafft hat, ein sonst immer unkonzentriertes Kind 'einzufangen' und für eine längere Geschichte zu begeistern, ist das ein riesiges Erfolgserlebnis. Für uns beide.
Mit nur einer Stunde in der Woche kann man so viel tun... Für uns alle.

Neugierig geworden? Möchten sie bei einer Vorlesestunde hospitieren? Nehmen Sie Kontakt auf!


Andrea Hoppen-Weiss


Ein Lesepate vermittelt die Freude am Lesen … 

… und entdeckt bei den gemeinsamen Lesestunden mit Hennefer Pänz im Vorschulalter auch selbst ganz neue Seiten am Lesespaß.

Das Einzige, was man für eine Lesepatenschaft braucht, ist die Bereitschaft, ein kleines Stück Zeit zu verschenken. Und man sollte selbst auch gerne lesen – sonst vermittelt sich die Freude am Lesen nicht so einfach. Als "Gegenleistung" erfahren Sie von den Kindern neben der Begeisterung für das Lesen und einem strahlenden "Danke", wie man selbst Bücher und damit auch Bereiche des Lebens völlig neu entdecken kann.

Lesepaten brauchen keinen Cent zu investieren, denn man bekommt kostenlosen Zugang zu den Büchern und wird auch sonst von der KIJU mit Ratschlägen unterstützt. Man braucht keine Sprecherausbildung zu absolvieren und wird auch nicht "geprüft". Was Sie brauchen, ist die Bereitschaft, etwas Zeit und Zuneigung abzugeben – und Sie werden sich wundern, wie Sie selbst davon profitieren. Ich bin spontan in’s kalte Wasser gesprungen – also ohne jede Erfahrung im Vorlesen. Und bin weich auf Schaumwolken gelandet. Denn die Kinder machen es einem leicht – es gibt keine ehrlicheren Menschen als die kleinen Menschen und wenn denen was nicht passt oder sie etwas nicht verstehen, dann sagen sie das auch offen und man weiß sofort Bescheid, was man anders und vielleicht besser machen kann.


Rita Dörper-Link